Alle Jahre wieder... Weihnachtsstress!
- 22. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Weihnachtszeit = besinnliche Zeit?
Die Weihnachtszeit kann schnell zu einem Wechselspiel der Gefühle werden. Sie ist gleichzeitig schön, berührend und ziemlich anstrengend, denn egal ob das Festtagsessen vorbereitet, die Jahresprojekte abgeschlossen oder Geschenke organisiert werden müssen: Es herrscht Weihnachtsstress!
Das bedeutet jedoch nicht, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse (im Schnee) liegen lassen müssen - ganz im Gegenteil! Diese kleinen Tipps und Tricks können wahre Weihnachtswunder wirken und die eigene Resilienz bewusst stärken:
1. Erwartungen checken: MÜSSEN vs. WOLLEN
An Weihnachten prallen oft viele Erwartungen aufeinander: Familie & Freunde, Dekoration & Perfektion... und vor allem die Tradition, wie es „sein sollte“.
Frage dich doch mal:
Was erwarte ich wirklich von den Feiertagen?
Was mache ich nur, „weil man das so macht“?
Was darf dieses Jahr einfacher oder „unperfekter“ sein?
Schon dieser innere Realitätscheck nimmt den Druck raus und lässt dich gelassener durch die Feiertage kommen.
2. Mit Gefühlen freundlich umgehen
Weihnachten kann alte Themen, Erinnerungen und Gefühle triggern: Sei es Einsamkeit, Trauer, Konflikte oder der allgemeine Arbeitsstress.
Statt dich dafür zu verurteilen, probiere doch mal:
Gefühle benennen
„Ich fühle mich gerade überfordert / traurig / leer.“
Dir innerlich Zuspruch geben
„Es ist in Ordnung, dass ich mich so fühle. Es ist viel los, und mir sind die Geschenke für meine Liebsten wichtig.“
Das nimmt die Schärfe aus den Emotionen und stärkt dein Selbstmitgefühl.
3. Grenzen setzen ohne Schuldgefühl
Du darfst auch in der Weihnachtszeit oder direkt an Weihnachten:
Ein Treffen absagen
Früher gehen
„Nein“ sagen zu Themen, die zu belastend sind
Pausen einbauen
Projekte ins nächste Jahr verschieben
Resilienz heißt nicht, alles auszuhalten, sondern gut auf sich aufzupassen!
4. Achtsam essen
Mit all dem Lebkuchen, den Adventskalendern und dem Glühwein kann es leicht passieren, seine Essgewohnheiten aus den Augen zu verlieren. Achtsames Essen kann uns nicht nur dabei helfen, unsere Körpersignale besser zu verstehen, sondern auch unsere Gefühle und Gedanken zu ordnen.
Frage dich daher:
Wann und warum greife ich zu weihnachtlichen Snacks? Aus Hunger, aus Langeweile, aus Stress, aus Gewohnheit?
Was esse ich und wie fühl sich mein Körper danach an? Fühle ich mich genährt, schwer, unruhig, zufrieden?
Welche Gefühle und Gedanken verbinde ich mit diesem Gericht? Nostalgie, Freude, Trauer?
Auf diese Art und Weise kann man schlechte Essgewohnheiten identifizieren und das eigene Wohlbefinden fördern.
5. Achtsam spazieren Durch die wenigen Sonnenstunden im Winter und den Vitamin-D-Mangel sinkt nicht nur die Stärke unseres Immunsystems, sondern es verändert auch den Haushalt unserer körpereigenen Botenstoffe im Gehirn, sodass wir unter anderem schneller müde werden.
Deshalb: Mütze auf, Handschuh an und raus da!
So können wir stressvolle Erlebnisse des Tages verarbeiten und zur Ruhe finden. Und auch die Wertschätzung der Natur unterstützt unsere Achtsamkeit: Lass den Blick doch einmal in der Landschaft schweifen, nimm Flora und Fauna bewusst wahr und lass ein Gefühl der Dankbarkeit für „die kleinen Dinge“ im Leben aufkommen.
6. Eigene Rituale schaffen
Vielleicht passen alte Familienrituale nicht mehr zu dir. Du hast dich innerhalb des letzten Jahres weiterentwickelt und solltest dementsprechend deine eigenen individuellen Weihnachtsrituale ergänzen oder neu erfinden dürfen:
Hier ein paar Ideen:
Atemübungen mit Duftkerze
Wertschätzungs-Briefe an Menschen, die dir wichtig sind
Morgenritual mit Tee und 5 Minuten Tagebuch
Oder probier doch einmal eine dieser ausgefallenen Ideen:
Weihnachtskaraoke mit deinen Freunden
PowerPoint-Partys: z.B. „Ranking der schlechtesten Weihnachtsfilme“
Digital organisiertes Wichteln oder „Schrottwichteln“
DIY-Escape Room mit Weihnachtsthema
Paint-and-Sip: Gemeinsames Basteln von Weihnachtskarten
Fazit:
Resilient in die Weihnachtszeit zu gehen bedeutet nicht, dass alles harmonisch und konfliktfrei laufen muss! Es bedeutet, bewusst zu handeln und entscheiden, kreativ zu sein und Traditionen gegebenenfalls auch einmal in Frage zu stellen.
Beispielsweise indem du:
deine Erwartungen und Bedürfnisse erkennst
deine Grenzen kennst
dir erlaubst, ehrlich zu fühlen
auf deinen Körper achtest
kleine Rituale einbaust
So wird Weihnachten nicht perfekt, aber echter und besser tragbar. Und genau das ist die wichtigste Form von innerer Stärke und Resilienz. P.S.: Egal, ob deine Feiertage harmonisch oder herausfordernd sind:
Dein Wohlbefinden zählt. Hör auf dich, nimm deine Bedürfnisse ernst und erlaube dir, deinen eigenen Weg durch diese Zeit zu gehen.




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