Stimmungstief im neuen Jahr?
- 12. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Weihnachten und Silvester sind vorbei, das neue Jahr hat begonnen. Statt frischer Motivation fühlt sich der Jahresbeginn oft leer, schwer oder ernüchternd an. Kommt dir das bekannt vor? Dann könntest du vom sogenannten Neujahrsblues betroffen sein, einem weit verbreiteten Phänomen, das viele Menschen nach den Feiertagen erleben.
Aber warum drückt der Jahresanfang auf die Stimmung?
Die Zeit rund um die Feiertage ist emotional besonders intensiv. Wochen voller Erwartungen, sozialer und beruflicher Verpflichtungen sowie Stress liegen hinter uns. Kaum ist der Trubel vorbei, fordert der Alltag wieder volle Aufmerksamkeit. Gleichzeitig nutzen viele den Jahreswechsel für einen persönlichen Rückblick: Was ist mir 2025 gelungen? Welche Ziele blieben unerreicht? Unerfüllte Vorsätze oder das Gefühl, hinter den eigenen Ansprüchen zurückgeblieben zu sein, können Enttäuschung auslösen und die Stimmung dämpfen.
Typische Anzeichen des Neujahrsblues
Der Neujahrsblues äußert sich ganz unterschiedlich. Häufige Anzeichen sind unter anderem:
Rückzug und geringeres Bedürfnis nach sozialen Kontakten
Weniger Interesse an Aktivitäten, die sonst Freude bereiten
Schlafprobleme
Melancholie oder innere Leere
Konzentrationsprobleme
Ein kurzfristiges Stimmungstief und ein emotionaler Rückblick auf das vergangene Jahr sind dabei völlig normal. Hält die Niedergeschlagenheit jedoch über mehrere Wochen an oder wird stärker, sollte man genauer hinschauen:
Was hilft gegen den Neujahrsblues?
Die gute Nachricht: Es gibt einfache und wirksame Wege, um die Stimmung zum Jahresanfang wieder zu stabilisieren.
Achtsamkeit und Dankbarkeit
Unser Gehirn erinnert sich besonders leicht an negative Erlebnisse. Umso wichtiger ist es, den Fokus bewusst positiv zu setzen. Schreib dir auf, wofür du dankbar bist, und nimm dir positive neue Dinge vor, statt dich nur auf Verbote zu konzentrieren.
Statt: „Ich muss 5 kg Gewicht verlieren.“
Lieber:
„Zu jeder Hauptmahlzeit ergänze ich frisches Obst oder Gemüse.“
„Ich bewege mich jeden Tag 5 Minuten an der frischen Luft.“
„Ich mag meinen Körper und bin dankbar, dass ich gesund bin.“
➝ Das stärkt positive Emotionen und kann die innere Haltung nachhaltig verbessern. Fällt es dir dennoch schwer Dankbarkeit zu praktizieren, dann schreib uns gerne. Wir haben ein Dankbarkeitsworkbook ins Leben gerufen, das für jeden Menschen Tools bietet zur Umsetzung. Ganz egal, ob du ein visuelle, auditiver, kinästhetischer Lerntyp bist oder du praktische Erfahrungen brauchst um Gelerntes zu festigen. Schreib uns einfach ☺
Kleine Ziele statt großer Vorsätze
Ein neues Jahr bedeutet nicht, dass alles sofort anders oder besser sein muss. Anstelle von zehn großen Vorsätzen setze dir lieber zwei bis drei kleine, realistische Ziele, die sich einfach und fest in deinen Alltag integrieren lassen. So entstehen schneller Erfolgserlebnisse und Motivation.
Statt: „Ich werde 2026 viel besser auf meine mentale Gesundheit achten.“
Lieber:
„Ein Abend pro Woche ohne Termine.“
„Jeden Tag fünf Minuten raus an die frische Luft.“
„Einmal pro Monat ein ehrliches und offenes Gespräch mit einer Person, der ich vertraue.“
➝ Kleine, konkrete Aktionen sind belastbarer als große, vage Vorsätze.
Stoppe den "Durchhalte-Test" Viele machen im Jänner innerlich einen Test: Wenn ich meine Vorsätze halte, bin ich stark. Wenn nicht, bin ich schwach. Das ist extrem unfair dir selbst gegenüber und verzerrt dein Selbstbild. Ein neuer, gesünderer Rahmen:
"Du bist nicht deine Vorsätze."
"Du darfst Ziele verändern, langsamer machen, Pausen einbauen und Pläne anpassen."
"Rückschritte sind wertvolles Feedback, keine Beweise für „Versagen“."
Gemeinsam statt alleine
Der Neujahrsblues ist weiter verbreitet, als man denkt und absolut kein Zeichen von Schwäche. Der Austausch mit anderen kann den Druck verringern, Vorsätze sofort perfekt umsetzen zu müssen, und neue Perspektiven eröffnen. Gemeinsame Ziele mit Freund:innen oder Familie erhöhen die Verbindlichkeit und machen Veränderungen leichter.
Beispiele:
"Einmal pro Woche gemeinsam mit einer Freundin oder einem Freund Sport treiben."
"Sich regelmäßig über Fortschritte und Herausforderungen austauschen."
"Zusammen einen Kurs besuchen, z. B. Yoga, Sprachen oder Kochen."
Fazit: Sanft ins Jahr starten
Der Jänner muss kein Testlauf dafür sein, ob du „diszipliniert genug“ bist. Er kann auch eine Phase sein, in der du:
dir erlaubst, langsam zu starten und deinen eigenen Rhythmus zu finden.
dich auf kleine, wohltuende Schritte konzentrierst statt auf perfekten Wandel.
freundlich mit dir selbst umgehst, auch dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.
Genau hier beginnt dein 2026, ohne Druck, sondern achtsam und mit klarer Richtung 💛




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